Kostenlose Spiele spielen in Deutschland

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Der Online-Spiele-Markt mit kostenlosen Spieleangeboten boomt. Dabei sind die Spieler aktiver und interaktiver als je zuvor; sie kommentieren, filmen, machen Screenshots, teilen auf Social Media Kanälen und werden zu You-Tube Reportern, die ihr Spielgeschehen dokumentieren. Bei den Angeboten an kostenlosen Spielen, die im Netz kursieren, muss man als Spieler besondere Vorsicht walten lassen, denn nicht alle Spiele sind tatsächlich kostenlos und somit ist das Filmen und Teilen der Inhalte urheberrechtlich kritisch zu betrachten. Auch bei Demoversionen herrschen striktere Gesetze und Inhalte sollten nicht leichtfertig auf YouTube und anderen Video-Streaming-Kanälen vervielfältigt werden. Dabei findet die YouTuber und Video-Streamer-Gemeinde immer mehr Anhänger, doch aus urheberrechtlicher Sicht ist der neu entstandene „Markt“ kritisch zu betrachten. Die Rechtsprechungen sind noch unklar und viele Unsicherheiten wie die Rechtslage nun letztendlich ist, sind im Umlauf.

Rechtlicher Schutz

copyrightComputerspiele genießen urheberrechtlichen Schutz und die im Spiel enthaltenen Einzelwerke wie Grafiken, Musik und Benutzeroberflächen sind urheberrechtlich als „persönliche geistige Schöpfungen“ im Sinne des § 2 UrhG geschützt. Nicht nur Teilprodukte stehen unter urheberrechtlichem Schutz, sondern auch die Gesamtkompensation., das ähnlich einem Filmwerk geschaffen wurde (§ 2 Abs. 1 Nr. 6 UrhG). Teil der Nutzungs- und Verwertungsrechte des Spiels ist die Befugnis des Publishers, das Werk öffentlich wiederzugeben in Internetportalen, um somit abrufbar für Dritte zu sein. Demzufolge bedarf derjenige, der spielbasierte Video-Inhalte online stellt der rechtlichen Zustimmung des Urhebers.

Veröffentlichung erlaubt?

Dennoch findet man spielbasierte Video-Contents im Internet

Warum gibt es dann so viel Video-Content im Interntet? Haben Urheber etwa ihre ausdrückliche Zustimmung zum Mitschnitt und der Veröffentlichung gegeben? Ja, das haben sie. Zumindest einige von ihnen. Die Spielehersteller sehen das Geschehen teilweise positive, da es mit einem Werbeeffekt verbunden ist, und tatsächlich eine breite Publikumsmasse erreicht. Im Endeffekt ist dies eine äußerst gelungene Marketingstrategie für die Hersteller. Allerdings ist dies nur in einem nicht-kommerziellen Rahmen erlaubt, d. h. werden die YouTube-Inhalte monetarisiert, so macht sich der YouTuber strafbar. Jedoch hat Microsoft und sein beliebtes Spiel Minecraft wiederum ganz eigene Nutzungsbedingungen, die separat geprüft werden sollten.